Tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist eine modifizierte Form der analytischen Psychotherapie und umfasst ein ganzes Spektrum spezialisierter Anwendungen von der zielfokussierten Kurztherapie über die Traumatherapie bis zur niederfrequenten Therapie in einer längerfristigen, haltgewährenden therapeutischen Beziehung.

Jugendliche finden meist in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie mit der hier in der Regel reduzierten Frequenz von einer Sitzung pro Woche und der verstärkt auf konkrete Problem- und Konfliktthemen im Hier und Jetzt bezogenen, lösungsorientierten Ausrichtung eine ihnen angemessene Therapieform. Für traumatisierte Patientinnen und Patienten kann ein im Sinne der psychoanalytischen Therapie aufdeckendes Vorgehen zu einem destruktiven Wiedererleben des Traumas führen, weshalb auch hier die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie mit ihrem stärker gegenwartsbezogenen, haltgebenden und ich-stärkenden Ansatz angemessen ist.

Frühtraumatisierte Kinder und Jugendliche mit schweren Bindungs- und sich entwickelnden Persönlichkeitsstörungen aus dem Bereich der Jugend- und Erziehungshilfe benötigen meist langfristige, stark beziehungsbezogene Hilfe. Hier geht es neben kleinschrittigen Lösungen vielfältiger psychosozialer Probleme im Hier und Jetzt vor allem um eine Stärkung ihrer meist stark ramponierten Selbstentwicklung im geschützten Rahmen einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie, die zugleich berücksichtigt, dass emotionale Nähe auch Angst auslösen kann.

Hierbei ist eine verlässliche Zusammenarbeit mit den beteiligten Helfern aus Schule Jugendamt und (Pflege-)Familie sowie den mitbehandelnden Ärzten eine unverzichtbare Voraussetzung für eine gelingende Therapie.

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